Bürgerstiftung Hannover

Die App-Oper "Unterwelt"

Eine Produktion von MusikZentrum Hannover, Staatsoper Hannover und Landeshauptstadt Hannover


Nach der Rap-Oper „Culture Clash“ 2008 und „Rheingold – Der Film“ 2010, ist die Zeit reif für eine weitere Neuauflage, die das MusikZentrum Hannover mit der Staatsoper Hannover unter der Regie von Martin Berger und Jonas Eglof erarbeitet: Die partizipative App-Oper "Unterwelt". Seit 2007 arbeiten beide Institutionen gemeinsam an Großprojekten mit bis zu 100 Jugendlichen.

2019 heißt es App statt Rap, wenn die Jugendlichen die griechische Mythologie mit eigenem Inhalt, eigener Musik, Gesang und Tanz neu interpretieren. Bei der Erarbeitung dieser Opernproduktion dient die Geschichte  von Orpheus in der Unterwelt als Grundlage; sie orientiert sich an der Oper „Orpheus und Eurydike“ von Christoph Willibald Gluck.

Die 13-17-jährigen Schüler kommen aus der gesamten Region Hannover und stammen aus allen sozialen Schichten mit verschiedensten Bildungs- und Kultur- Hintergründen. Der Kontakt wurde über Schulen und Jugendzentren hergestellt. Viele der Jugendlichen hatten bislang keinerlei Zugang zur klassischen Musik. Auch instrumentale Vorkenntnisse sind keine Voraussetzung zum Mitmachen.

Die Regisseure und ihr Choreografie- und Kompositionsteam holen die  Jugendlichen dort ab, wo sich diese Generation besonders gut auskennt – auf dem Gebiet der digitalen Medien. Dabei nutzen die einen Tablets mit speziellen Musik-Apps, mit denen sich rein intuitiv Soundeffekte und Musik erzeugen lassen. Andere bringen sich schauspielerisch, mit Instrumenten oder mit Gesang in die Aufführung ein. So hat jeder die Möglichkeit, seine persönlichen Neigungen und Talente darzubieten oder auch erst neu zu entdecken.

Unter Mitwirkung von professionellen Opernsängern und dem Niedersächsischen Staatsorchester entsteht dabei eine Inszenierung, die bislang in dieser Form in Deutschland einzigartig ist.

Die Uraufführung ist am 29.6.2019  in der Staatsoper Hannover zu sehen. Weitere Aufführungen folgen. 

Tickets und Infos

 

Radiobeitrag auf NDR Kultur