Bürgerstiftung Hannover

Das Konzept von "ZwischenMenschlich - Paten für Senioren"

Intention

Das Projekt soll der Vereinsamung in Seniorenheimen entgegenwirken. Menschen mit wenigen persönlichen Kontakten außerhalb der Senioreneinrichtung erhalten einen ehrenamtlichen Paten, der sie dort regelmäßig besucht.

Situationsbeschreibung

Viele Bewohner von Senioreneinrichtungen sind mangels Angehörigenkontakten nicht mehr gesellschaftlich eingebunden. Nicht wenige erhalten schon lange keinen Besuch mehr und haben auch keine Möglichkeit, das Heim zu verlassen. So kann es geschehen, dass manche Bewohner nicht einmal die Möglichkeit haben, regelmäßig ins Freie zu gehen, eine Veranstaltung oder ein Café außerhalb ihrer Einrichtung zu besuchen, oder sich über andere Themen als die tägliche Versorgung zu unterhalten. Das macht die verbleibende Lebenszeit der Senioren trotz der Freizeitangebote und des Engagements der Träger oftmals eintönig. Ein Besuch, der regelmäßig und verlässlich kommt, ist deshalb eine schöne Abwechslung und eine Freude, die sich positiv auf alle Lebensbereiche des Bewohners auswirkt.

Marktanalyse (Pflegeheime)

In beinahe allen befragten Senioreneinrichtungen in Hannover und der Region besteht großes Interesse an einem ehrenamtlichen Besuchsdienst. Trotz der anhaltenden Bemühungen der Heime ist es sehr schwierig, allen Bewohnern im Alltag gleichermaßen gerecht zu werden. Eine Unterstützung ist sehr willkommen.

Marktanalyse (andere Anbieter)

Besuchs–und Begleitdienste der Wohlfahrtsverbände und der caritativen Träger bieten hauptsächlich Besuchsdienste für Senioren im ambulanten Bereich an.

Die Ehrenamtlichen

Damit das Projekt gelingt, ist es wichtig, Ehrenamtliche zu gewinnen. Eine Presseveröffentlichung mit Informationen der Öffentlichkeit über das Projekt und einem Aufruf an potentielle Ehrenamtliche wäre dafür sehr hilfreich. Gesucht werden Freiwillige aller Altersklassen. Auch Interessierte, die selbst schon Senioren sind, sind ausdrücklich willkommen.

Einsatzorte der Ehrenamtlichen

Die Ehrenamtlichen sollen wohnortnah eingesetzt werden, Wunscheinrichtungen der Ehrenamtlichen werden möglichst berücksichtigt.

Die Bürgerstiftung Hannover nimmt Kontakt auf zu Senioreneinrichtungen, die an einer Kooperation im Rahmen des Projekts interessiert sind. Einrichtungen können auch selbst Interesse an Besuchen für ihre Bewohner bekunden. Ansprechpartnerin ist die Koordinatorin des Projektes, sie hält auch den Kontakt zu den verantwortlichen Leitern.

Schulung der Ehrenamtlichen

Die Bürgerstiftung Hannover bereitet die zukünftigen ehrenamtlichen Helfer durch Schulungen auf ihre Aufgabe vor. Die Schulungen sind für die Ehrenamtlichen kostenlos, die Kosten trägt die Bürgerstiftung Hannover. Sie werden durch die Arbeiterwohlfahrt Region Hannover e. V., Abteilung Seniorenarbeit, durchgeführt und finden in deren Räumen in der  Deisterstaße 85 A in Hannover statt. Der Schulungsplan umfasst fünf Termine, ab dem 17. Oktober 2017 jeweils dienstags für drei Stunden.

Begleitung der Ehrenamtlichen

Beim ersten Besuch wird der Ehrenamtliche begleitet. Dieser hat die Wahl, ob er einen Mann oder eine Frau, einen körperlich oder psychisch (dementen) beeinträchtigten oder einen ausschließlich betagten Partner besuchen möchte. Nach den ersten Besuchen zum Kennlernen wird der Kontakt nur bei gegenseitiger Sympathie fortgesetzt.

Die Ehrenamtlichen erhalten in regelmäßigen Abständen die Möglichkeit, sich unter Anleitung zu treffen. Diese Treffen sollen sowohl dem Austausch untereinander als auch dem gegenseitigen Kennenlernen dienen.

Zeitlicher Aufwand für die Ehrenamtlichen

Es ist ein zeitlicher Aufwand von ca. 2 Stunden wöchentlich vorgesehen.

Wertschätzung der Ehrenamtlichen

Die Ehrenamtlichen erhalten für ihre Besuche eine Aufwandsentschädigung im Rahmen der Ehrenamtspauschale. Diese beträgt derzeit max. 60 Euro pro Monat.

Koordination der Ehrenamtlichen

Koordinatorin der Bürgerstiftung Hannover für das Projekt ist Manon Guthmann. Als langjährige Leiterin des gesamten Pflegebereichs verschiedener stationärer und teilstationärer medizinischer Einrichtungen und als Lehrerin für Krankenpflegekräfte verfügt sie über umfangreiche Erfahrungen auf diesem Gebiet.

Sie ist auch Ansprechpartnerin für die Ehrenamtlichen und organisiert und leitet die regelmäßigen Treffen.